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31. Oktober 2017

Parkpickerl-Auszählung in Simmering zeigt unterschiedliche Wünsche auf

Direkte Demokratie in Simmering ist Auftrag für Bezirksvorsteher, den Wählerwillen umzusetzen

Die Simmering haben über die Einführung eines Parkpickerls in ihrem Bezirk abgestimmt. Aufgrund der besonderen Situation Simmerings – einerseits sehr dicht bewohnte und andererseits sehr ländliche Gebiete und der Parkplatzflüchtlinge aus den Bezirken Landstraße und Favoriten vor allem in den zentrumsnahen Grätzeln Simmerings, hat sich der FPÖ-Bezirksvorsteher Paul Stadler entschieden, die Befragung nach Bezirksteilen auszuwerten und die jeweiligen Wünsche der Bürger zu respektieren. „Das ist direkte Demokratie“, bringt Stadler diese erstmals in Wien angewendete Lösung auf den Punkt.

Die Summe aller 39.937 abgegebenen Stimmen (83.477 Wahlberechtigte) ergibt ein knappes Nein zum Parkpickerl (20.113 Nein gegenüber 19.695 Ja, 165 ungültige Stimmen), was aber nicht bedeutet, dass das Parkpickerl nun flächendeckend im ganzen Bezirk nicht kommt, da das – und das hat die Befragung ergeben -  nicht dem direkten Wählerwillen entspräche und es gleichzeitig durchaus Sinn macht, in speziellen Gebieten des Bezirks das Parkpickel einzuführen und in anderen nicht.

Der Befragung nach gibt es eine größere Zustimmung für eine kostenpflichtige Parkraumbewirtschaftung, je näher das betreffende Gebiet am Stadtzentrum liegt.

Die Auswertung im Detail:

Für das Gebiet A, das Zentrum von Simmering, inklusiver aller U-Bahn-Stationen und deren Umfeld, entschieden sich die Bürger bei der Befragung für ein klares Ja zum Parkpickerl. Für das Kerngebiet des Bezirks, das unter Parkplatzflüchtlingen aus dem 10. und 3. Bezirk leidet,  stehen 13.625 Fürsprecher 8.267 Gegenstimmen gegenüber.

Im Befragungsgebiet B - von der Hasenleitengasse bis zum Zentralfriedhof – war das Ergebnis schon knapper. Es setzten sich die Gegner mit 2.801 Stimmen durch, dagegen standen 1.544 Stimmen der Befürworter.

Ganz klar wiederum fiel das Ergebnis für das Gebiet C aus:  Für das Gebiet, das Thürnlhof, Muhrhoferweg und Leberberg bis an den Stadtrand einschließt, wollen die Befragten kein Parkpickerl. Hier stimmten 9.045 Simmeringer klar dagegen, dafür waren nur 4.526. 

„Dieses Ergebnis ist ein klarer Auftrag für mich als Bezirksvorsteher! Wir werden nun mit der Stadt Wien in Verhandlung treten, um anhand dieses Befragungsergebnisses eine sinnvolle Umsetzung der Parkraumbewirtschaftung im Bezirk zu starten“, verspricht Stadler.

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