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07. Oktober 2021

Auf Simmering wieder „vergessen“: Statt Ärztezentrum kommt Notschlafstelle für Obdachlose

Ein Ärtzezentrum für Simmering war fast in allen Wahlprogrammen der Parteien zu finden.

Der frühere Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) vor dem Haidehof, das nun eine Notschlafstelle für Obdachlose wird: „Nach Simmering kommt, was andere Bezirke nicht haben wollen“.

Aus dem wird offenbar nichts. Dafür soll das Pensionistenwohnhaus Haidehof in der Rzehakgasse nun eine Notschlafstelle für Obdachlose werden.

Das ärgert vor allem den früheren Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ). Nach einem Bericht der Kronen Zeitung wären fünf Standorte von Perimärversorgungszentren umgesetzt worden - und zwar im 2., 6., 12., 22. und 10. Bezirk -, fünf weitere im 15., 19., 18. und 21. Bezirk befänden sich in Umsetzung. Stadler wundert sich:

„Da sind Bezirke dabei, die sogar über Krankenhäuser verfügen. In Simmering, wo es kein Spital gibt und wo auch Ärztemangel besteht, ist nach wie vor kein Ärztezentrum vorgesehen. Auf den elften Bezirk hat man offenbar wieder vergessen“.

Er sei es als blauer Bezirkschef ja gewohnt gewesen, von der SPÖ-Stadtregierung übergangen zu werden. Dass dies nun auch beim roten Bezirkschef Thomas Steinhart der Fall ist, wundere ihn, so Stadler. Statt dafür Sorge zu tragen, dass die ärztliche Versorgung in Simmering funktioniert, habe die SPÖ-Stadtregierung ihrem Parteifreund Steinhart - angeblich ohne sein Wissen - eine Notschlafstelle für Obdachlose in den Bezirk gesetzt.

Wie SPÖ-Bezirkschef Steinhart in der Bezirksvertretungssitzung bestätigte, wird das zur Renovierung abgesiedelte Pensionistenwohnhaus Haidehof über den Winter zur Obdachlosen-Unterkunft. Auf seiner Facebook-Seite musste er zugeben, vom Fonds Soziales Wien übergangen worden zu sein. Steinhart schreibt (brav mit Gendersternchen):

„Leider war die Bezirksvorstehung in keinster Weise darüber informiert oder in die Standortauswahl miteingebunden, zumal sich in der näheren Umgebung auch Schulen und Kindergärten befinden. Bisher bin ich davon ausgegangen – das wurde auch immer so kommuniziert - dass das Senior*innenwohnhaus so schnell wie möglich einer Generalsanierung unterzogen wird, weshalb auch schon alle Bewohner*innen in andere Bezirke übersiedeln mussten“.

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