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30. Juli 2020

Bürger wehren sich gegen rot-grüne Zerstörung ihrer dörflichen Struktur

Dutzende Anrainer und Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ) hielten am Mittwoch eine Protestkundgebung gegen Bebauungspläne der rot-grünen Stadtregierung ab.

  • Klubobmann Patrick Horn, Bezirksrat Gerald Eisenbarth, Bezirksvorsteher Paul Stadler, Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Katharina Krammer und Bezirksrat Alfred Krenek, von links (alle FPÖ), bei der Kundgebung in „Böhmisch Trübau“.

In Simmering ist es selten der Fall, dass Bürger geschlossen auf die Straße gehen und mit Transparenten lautstark protestieren. Am Mittwoch, 29. Juli, war es aber soweit: Da standen praktisch alle Bewohner der Hasenleiten-Siedlung „Böhmisch Trübau“ vor der Weinschenke Fabigan, um gegen einen Bau zu demonstrieren, der ihrer Meinung so gar nicht in das Ortsbild passt. 

Organisiert hatten die Kundgebung die Obfrau des Siedlervereins Mitterfeld, Dr. Helga Schlosser und Anrainer-Sprecherin Ingrid Krauss. Beide erklärten bei der Demo, dass sich die Siedler gegen einen vierstöckigen Wohnbau in der Fabigangasse wehren. Dieser würde das Ortsbild des „letzten Dorfes in Simmering“ verschandeln. Unterstützt wurden sie von ihren Nachbarn, die Transparente mit Aufschriften, wie „Kein Monsterbau in Böhmisch Trübau“,  „Erst Grünraum schützen, dann Bagger benützen“, „Rettet Simmerings letztes Dorf“ oder „Fürs Verdichten Bäume vernichten“, in die Höhe hielten. 

Anrainer-Sprecherin Krauss sagte aber auch, dass die Entscheidung über diesen Wohnbau nicht der Bezirk fälle, sondern die rot-grüne Stadtregierung. Krauss: „Wäre es anders, würden wir gar nicht hier stehen!“ 

Tatsächlich können sich die Siedler auf die Unterstützung von Bezirksvorsteher Paul Stadler verlassen. Stadler hielt bei der Kundgebung selbst ein Transparent mit der Aufschrift „Gegen die Zerstörung von Böhmisch Trübau - Wir fordern Ensembleschutz!“ in die Höhe. Und gegenüber den Bürgern berichtete er, dass es im Interesse des Bezirks liege, den dörflichen Charakter der Siedlung zu erhalten. 

So wurde auf Antrag der Freiheitlichen Partei in der Bezirksvertretungssitzung vom 27.2.2019 beschlossen, zu prüfen, ob „Böhmisch Trübau“ als Schutzzone ausgewiesen werden kann. Weiters wurde beschlossen, dass neu errichtete Häuser in der vorhandenen Bauklasse I mit einem Dachgeschoss begrenzt werden sollen. 

Von der damaligen Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) wurde in einem Schreiben an Bezirksvorsteher Paul Stadler avisiert, diesbezüglich Voruntersuchungen einzuleiten.

Geschehen ist bis dato allerdings nichts, weshalb die Bewohner zuschauen müssen, wie ihr Grätzl durch neue Bauten den dörflichen Charakter immer mehr verliert. Die Protestkundgebung vom Mittwoch soll die rot-grüne Stadtregierung zum Umdenken bewegen. 

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