Skip to main content
27. September 2018

Gasometerumfeld 2.0 - oder die leeren Versprechungen von Rot-Grün

Am 10.09.2018 präsentierte das Stadtplanungsbüro „Raumposition“ das Projekt Gasometerumfeld 2.0 – Bezirksvorsteher Paul Stadler und der Vorsitzende der Bezirksentwicklungskommission Harald Nepras waren dabei.

Ihr besonderes Augenmerk galt dabei der Neugestaltung des Gebiets südlich der Gasometer, für das die rot-grüne Stadtregierung einen großzügigen Zentralpark versprochen hatte. Und wie fast immer, wenn Rot-Grün etwas ankündigen, klaffen zwischen Zusage und Realität auch hier die tiefen Abgründe nicht gehaltener Versprechungen.

Aber im Detail:

Weniger Grünflächen für Simmering

Der derzeitige Plan sieht einen wesentlich kleineren Zentralpark vor, als ursprünglich geplant. So soll das im Eigentum der Wiener Netze befindliche Grundstück südlich der Gasometer (umgeben von Döblerhofstrße – Hallergasse – Medwedweg) von „Erholungsgebiet Parkanlagen (EPK)“ auf Baugrund umgewidmet und teilweise durch bis zu 35 Meter hohe Gebäude verbaut werden. Dadurch vernichtet die rot-grüne Stadtregierung wieder Grünflächen in Simmering, der Park wird verkleinert, die Sicht auf die Gasometer (eines der Wahrzeichen Simmerings) weiter verbaut und Lebensqualität vernichtet.

Vorprogrammiertes Verkehrschaos

Die Döblerhofstraße/Hallergasse Richtung Nussbaumallee wird aufgelassen und die Rosa- Fischergasse sowie die Guglgasse verkehrsberuhigt. Die ursprünglich geplante Bundesstraße, die von der FPÖ erfolgreich verhindert wurde, soll nun etwa 6 Meter breit und nur von Linienbussen und Radfahrern befahren werden. Somit wird eine Verbindung von der A23 Abfahrt St.Marx Richtung Nussbaumalle und Simmeringer-Hauptstraße nunmehr über die Erdbergstraße und Otto-Herrschmanngasse bzw. 1.Haidequerstraße möglich sein, was ein Verkehrschaos und tägliche Staus auf diesen Verkehrsadern bedeuten würde.

Weitere Geldvernichtung durch Fehlplanungen

Da dies nach 18 Jahren bereits die dritte kostenintensive Projektausschreibung der Stadt Wien ohne vernünftiges Resultat ist, bleibt zu erwarten, dass die Stadt weiterhin Geld für illusorische Fehlplanungen verschwenden wird. Weitere Umwidmungen sowie ungeklärte Pacht- und Eigentumsverhältnisse werden die ohnehin angespannte Budgetsituation zusätzlich belasten, während die unbefriedigende Situation südlich der Gasometer noch immer ungelöst bleibt.

Leider hat der Bezirk nur sehr wenig Einfluss auf die geplanten Entwicklungen, da Flächenwidmung und Bebauung von der rot-grünen Mehrheit im Gemeinderat diktiert werden. Die FPÖ Simmering sieht sich hier mit enormen Problemen konfrontiert und wird den Wünschen und Bedürfnissen der Bevölkerung in der Bezirksentwicklungskommission bestmöglich nachkommen.

BR Harald Nepras
Vorsitzender Bezirksentwicklung,
Finanzausschuss, Bauausschuss

© 2018 Freiheitliche Partei Österreichs. Alle Rechte vorbehalten.