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10. Jänner 2020

Katze aus dem Sack: Grüne wollen Simmeringer Autofahrer zum Umstieg aufs Rad zwingen

„Das ist ein Anschlag auf die Autofahrer im Bezirk“, sagt Verkehrsbezirksrat Alfred Krenek (FPÖ) zum jetzt vorgestellten Grünen Radkonzept für Simmering.

Undisziplinierte Verkehrsteilnehmer: Der Gehsteig wird von Radfahrern oft als illegaler Radweg missbraucht. Quelle: FPÖ Wien

Die Katze ist also aus dem Sack: Die Simmeringer Grünen stellten ihr Radkonzept für den Bezirk vor - und dieses richtet sich frontal gegen die anderen Verkehrsteilnehmer. Einbahnen für die Radfahrer öffnen, Radabstellanlagen bauen - das ist zusammengefasst die Idee, die die Grünen für den elften Bezirk haben. Nichts Neues. Abgeschaut von den Wiener Innenbezirken, wo das Radfahren gegen die Einbahn zur Grünen Ideologie erklärt wurde, aber dafür nicht minder gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer ist. 

Das soll nun, geht es nach den Grünen, auch in Simmering stattfinden. Bis dato hat sich der Bezirk gegen solche unfallrisikoreichen Projekte erfolgreich gewehrt. „Wir sind nicht gegen Radfahrer, aber die Radwege müssen mit Hausverstand gebaut werden“, sagt Bezirksvorsteher Paul Stadler (FPÖ). "Bei der Fahrradstraße Am Kanal haben wir das bewiesen und werden im Sommer quer durch den Bezirk eine Trasse errichten, die nicht auf Kosten der Autofahrer und nicht auf Kosten von Parkplätzen geht.“ 

Gibt es die Fahrradstraße komplett ausgebaut - also mit allen Lückenschlüssen in Simmering - können Radfahrer von St. Marx weg bis zum Tor 11 des Zentralfriedhofs sicher unterwegs sein. Durch die künftige Fahrradstraße durch Simmering werden ganze Grätzl verkehrsberuhigt, entstehen neue Grünoasen und es werden zahlreiche Bäume gepflanzt. 

„Ich werde immer wieder nach Leuchtturmprojekten für Simmering gefragt. Das ist nun so ein Leuchtturmprojekt, das den Bezirk aufwertet, gleichzeitig aber auch die Autofahrer nicht belastet und keine Parkplätze raubt“, freut sich Bezirksvorsteher Paul Stadler. 

Vekehrsbezirksrat Alfred Krenek hat sich das Radkonzept der Grünen genau angeschaut und kommt zum Schluss: „Wir werden unsere Bürgerinnen und Bürger nicht zwingen, auf ihr Auto zu verzichten. Wir werden nicht 300 Parkplätze vernichten, um zum Beispiel einen Radweg auf der Kaiser-Ebersdorfer-Straße zu errichten“. 

Im Konzept der Grünen verankert: Radfahren unbegrenzt gegen die Einbahnen erlauben! Da werden Beispiele wie die Mautner-Markhof-Gasse genannt. In dieser Einbahnführung wird jedoch ein Linienbus geführt und deshalb wurde dieser Antrag der Grünen auch schon zwei Mal vom Magistrat, den Wiener Linien und der Bezirksvorstehung abgelehnt. „Unserer Meinung nach ist Radfahren gegen die Einbahn unter Führung eines Linienbusses einfach zu gefährlich“, begründet Bezirkschef Stadler sein Nein zu diesem Projekt.

Dass die Grünen in ihrem Konzept auch vorsehen, den Bezirk mit Radabstellanlagen vollzupflastern, stößt bei Krenek nicht auf Gegenliebe: „Die meisten Radabstellanlagen stehen leer. Bei den Stationen im Bereich der U3 oder S7 spricht bei einer entsprechender Auslastung zwar nichts gegen eine Aufstockung, doch wir machen das nur, wenn es wirklich Sinn macht“. Diesbezüglich sind der Vorsitzende der Bezirksverkehrskommission, Alfred Krenek (FPÖ), und der Sprecher der Stadtplanung, Andreas Fritsch (Grüne), in einer guten Gesprächsbasis. 

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