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26. Jänner 2026

Kriminalität in Simmering: Zahlen entlarven das Sicherheitsversagen

Die neue Kriminalitätsstatistik für Simmering ist ein Alarmsignal – und sie bestätigt, was viele Bewohner längst spüren: Der elfte Bezirk ist unsicherer geworden.

Die offiziellen Zahlen der Landespolizeidirektion Wien zeigen eine Entwicklung, die niemand mehr kleinreden kann.

Ein Blick auf die mehrjährige Entwicklung verdeutlicht die Dramatik besonders deutlich:
Bereits 2022 wurden 7.854 strafrechtliche Delikte in Simmering registriert. 2023 lag die Zahl bei 7.798 Anzeigen, bevor sie 2024 sprunghaft auf 8.518 Delikte anstieg. Damit verzeichnet der Bezirk seit 2022 einen Zuwachs von 664 Anzeigen, was einer Steigerung von rund 8,5 Prozentinnerhalb von zwei Jahren entspricht.

Besonders beunruhigend ist der Bereich der schweren Gewaltkriminalität. Die strafbaren Handlungen gegen Leib und Leben stiegen von 1.041 Fällen im Jahr 2022 über 1.046 im Jahr 2023 auf 1.140 Fälle im Jahr 2024. Das entspricht einem Anstieg von rund 9,5 Prozent seit 2022 – bei jenen Delikten also, die unmittelbar die körperliche Unversehrtheit der Menschen betreffen.

Noch dramatischer ist die Entwicklung bei Vergewaltigungen und versuchten Vergewaltigungen:
Während 2022 noch 15 Fälle registriert wurden, stieg die Zahl 2023 auf 25 und 2024 weiter auf 26 Fälle. Das bedeutet eine Steigerung von über 70 Prozent innerhalb von zwei Jahren– ein Wert, der für sich spricht und jede Form der Verharmlosung verbietet.

Das sind keine abstrakten Statistiken. Hinter jeder Zahl stehen Opfer, Familien, Nachbarn – Menschen, die in Simmering leben und erwarten dürfen, dass Politik und Behörden für Sicherheit sorgen.

Hotspots bekannt – Konsequenzen fehlen

Besonders brisant: Die Polizei benennt klar jene Gebiete, in denen sich Kriminalität häuft. Dazu zählen unter anderem der Bereich rund um den Hyblerpark, Teile der Simmeringer Hauptstraße, die Zippererstraße sowie mehrere dicht bewohnte Grätzl im Umfeld wachsender Wohnbauten. Die Brennpunkte sind also bekannt, dokumentiert und seit Jahren Thema politischer Diskussionen.

Doch genau hier liegt das Kernproblem: Erkenntnis ersetzt kein Handeln. Trotz wachsender Bevölkerung, steigender Deliktszahlen und klar identifizierter Hotspots gibt es bis heute keine strukturelle Verstärkung der Sicherheitsinfrastruktur im Bezirk.

SPÖ und ÖVP: Verantwortung wird weitergeschoben

Die politische Verantwortung ist eindeutig verteilt. Auf Bezirksebene stellt die SPÖ mit Bezirksvorsteher Thomas Steinhart seit Jahren den Bezirkschef. Große Ankündigungen -etwa eine zusätzliche Polizeiinspektion - fanden sich im Wahlkampf, konkrete Anträge oder messbare Ergebnisse jedoch nicht. Stattdessen wird auf Personalmangel verwiesen, den man selbst politisch nicht lösen wolle oder könne.

Gleichzeitig trägt auch vor allem die ÖVP auf Bundesebene Mitverantwortung. Sicherheitspolitik wird angekündigt, aber nicht konsequent umgesetzt. Abschiebungen von ausländischen Straftätern bleiben aus, die Polizei arbeitet am Limit, und notwendige strukturelle Entscheidungen werden vertagt. Das Ergebnis ist ein klassisches Zuständigkeits-Pingpong – auf dem Rücken der Bevölkerung.

Polizei am Limit – und dennoch im Einsatz

Eines darf bei dieser Debatte jedoch nicht verdreht werden: Die Polizei ist nicht das Problem. Im Gegenteil. Laut Landespolizeidirektion sind mit Stand Ende 2025 nur 117 Polizistinnen und Polizisten aktiv in Simmering im Dienst – für einen Bezirk mit über 110.000 Einwohnern.

Diese Beamtinnen und Beamten leisten unter hohem Druck tagtäglich hervorragende Arbeit. Die steigende Zahl geklärter Anzeigen in den vergangenen Jahren zeigt, wie engagiert die Exekutive arbeitet. Dass dennoch immer mehr Delikte registriert werden, ist kein Versagen der Polizei, sondern ein strukturelles Sicherheitsproblem, das politisch verursacht ist.

FPÖ fordert seit Jahren Maßnahmen

Die FPÖ Simmering fordert seit Langem, was nun auch die Zahlen untermauern:

  • eine zusätzliche Polizeiinspektion, insbesondere im Bereich Gasometer,
  • mehr Personal für den Außendienst,
  • konsequentes Vorgehen gegen Gewalt- und Sexualdelikte,
  • sowie eine Sicherheitspolitik, die Probleme benennt, statt sie zu relativieren.

Diese Forderungen wurden nicht aus Wahlkampfgründen erhoben, sondern aus der täglichen Konfrontation mit Bürgeranliegen, Beschwerden und konkreten Vorfällen im Bezirk.

Sicherheit ist kein ideologisches Thema

Sicherheit ist kein linkes oder rechtes Thema. Sie ist ein Grundbedürfnis. Wer Angst hat, abends durch den eigenen Bezirk zu gehen, wer Übergriffe fürchtet oder sich Sorgen um seine Familie macht, interessiert sich nicht für Ausreden – sondern für Lösungen.

Die neue Kriminalitätsstatistik ist daher mehr als eine Zahlensammlung. Sie ist ein politischer Prüfstein. Und sie zeigt klar: Weiter wie bisher ist keine Option mehr.

Simmering braucht endlich klare Entscheidungen, mehr Präsenz und den politischen Willen, Sicherheit wieder zur Priorität zu machen – im Interesse der Bevölkerung und im Respekt vor der Arbeit unserer Polizei.

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