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13. Dezember 2018

Rot-Grüne Selbstversorger und das Gasometerumfeld 2.0

Der Wohnraum in Wien soll in den nächsten Jahren um mehrere tausend Wohnungen erweitert werden, daher wird in den Bezirken eifrig nach verfügbaren Grundstücken gesucht.

Das blaue Simmering mit seinen freien Flächen scheint für die Stadt Wien besonders attraktiv zu sein, Grünflächen gegen Beton zu tauschen und nebenbei rot-grünes Wählerklientel im Bezirk anzusiedeln. Das Megaprojekt Gasometerumfeld 2.0 ist dafür ein ebenso drastisches wie anschauliches Beispiel.

 Hier werden seit dem Umbau der Gasometer im Jahr 2000 immer wieder Unsummen an Steuergeld für Planungen und Ausschreibungen verpulvert. In der ersten Planung wurde der Bevölkerung von Rot-Grün eine große Parkanlage versprochen und dereinst sogar als Wahlversprechen von unserer Vizebürgermeisterin propagiert. Übrig geblieben ist davon freilich wenig bis gar nichts.

 Die rot-grüne Stadtregierung versucht also seit etlichen Jahren (mit dem ihr eigenen Planungstalent und großem Willen zur Geldvernichtung), das Gasometerumfeld zu gestalten und hat zahlreiche Riesenprojekte dafür ausgeschrieben. Die Ergebnisse sind zwar allesamt unbrauchbar, weisen aber zwei Gemeinsamkeiten auf:

  1. Der Stadt gehören die Grundstücke für ihre kühnen Pläne noch gar nicht und werden ihr vielleicht auch nie gehören.
  2. Der grüne Mandatar Christoph Chorherr, der bei Projekten der Art „Rot-Grüne für Rot-Grüne“ nicht fehlen darf, tritt im Zusammenhang mit dem Gasometerumfeld 2.0 immer wieder prominent in Erscheinung.

 Offensichtlich werden hier  von Rot-Grün begünstigte Planungsbüros mit nutzlosen Aufträgen durch die Magistrate beschäftigt und am Leben erhalten. Wer glaubt, dass die aktuelle Planung mit ihrer teilweisen Verbauung des ohnehin schon geschrumpften Parks nun die letzte war, glaubt auch, dass Zitronenfalter Zitronen falten.

 Warum sonst soll statt der damals geplanten und von der FPÖ erfolgreich verhinderten mehrspurigen Bundesstraße nun trotzdem eine etwa 6m breite Straße „nur für Busse und Einsatzfahrzeuge“ den Park teilen?  Es bestünde ja auch die Möglichkeit, die Döblerhofstraße/Hallergasse in die Planung einzubeziehen und endlich sichere Gehsteige in Richtung Nussbaumallee zu bauen. Im Übrigen soll die Busspur durch den Park dann ja doch (zumindest vorübergehend) für den Individualverkehr freigegeben werden, um Zufahrtsmöglichkeiten zu derzeit genutzten Grundstücken zu ermöglichen.

 Eine Zufahrt auf die A23 würde durch den derzeit geplanten Wegfall der Döblerhofstrße/Hallergasse nunmehr über die Otto-Herschmanngeasse oder die 1.Haidequerstraße möglich sein. Das Verkehrschaos wäre damit perfekt und die Stadt gezwungen, den Verkehrsfluss Richtung A23 rund um die Gasometer aufrecht zu erhalten.

 Wie? Durch die Öffnung der dann bestehenden Busspur für alle Verkehrsteilnehmer - mitten durch den grünen Park, in dem Kinder spielen oder Rad fahren und Mütter ihre Kinderwägen vor sich herschieben. Et voilà, hier ist sie wieder, die von der rot-grünen Stadt heiß ersehnte Bundesstraße! Im Übrigen sieht die derzeitige Flächenwidmung hier immer noch eine Bundesstraße quer durch den Park vor, auch wenn diese vorerst nicht kommt soll.

Die FPÖ Simmering ortet hier eine langfristige Strategie der rot-grünen Stadtregierung, die den Park teilende Bundesstraße zu einem späteren Zeitpunkt zu erzwingen. Auch der weiteren Verbauung des Parks mit zusätzlichen Großbauten stünde dann nur mehr wenig im Wege.

Diese Umstände sind für die FPÖ-Simmering in Hinsicht auf künftige Entwicklungen nicht tragbar und daher positionieren wir uns grundsätzlich wie folgt:

  •  Keine weitere Verbauung von bereits zugesagten Grünflächen durch die Stadt Wien
  • Keine Teilung des geplanten Zentralparks am Gasometervorfeld durch eine Fahrbahn
  • Einbeziehung und Ausbau der Döblerhofstraße/Hallergasse bis zur Nussbaumallee
  • Sofortige Umsetzung der Parkanlage auf verfügbaren Grundstücken
  • Sofortiger Stopp sinnloser, Steuergeld vernichtender Planungen und Ausschreibungen auf nicht verfügbaren Grundstücken

Da dieses Projekt im Gemeinderat mit rot-grüner Mehrheit durchgeboxt werden kann, hat die FPÖ-Simmering gemeinsam mit allen Volksvertretern, der Magistratsabteilungen und den zuständigen Planungsbüros eine Arbeitsgruppe einberufen. Das ist die einzige Möglichkeit für den Bezirk, die Planung im Sinne der Simmeringer Bevölkerung doch noch mitzugestalten und Bedenken zu äußern.

Bez. Rat Harald Nepras
Vorsitzender Bezirksentwicklungskommission

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